CD-Tipps zu 'Paul Dessau (1894-1979)'
| Leonce und Lena (Berlin, ADD, 80) FonoForum 1 / 94: "Die kürzelhafte, gestische Funktionen übernehmende Musik ist durchsichtig, fast gläsern gesetzt, oft wie getupft oder skizziert. Das Orchester spielt sehr klar und geschärft und läßt die kurzen, springenden Klangfiguren nicht in Flüchtigkeit und Beliebigkeit am Hörer vorbeiziehen." |
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| Puntila (Berlin, ADD, 68) B. Uske in FonoForum 11 / 94: "Die Aufnahme von 1968 bietet die Uraufführungs-Besetzung mit den beiden grandios gegebenen Titelpartien, die weder zu süffig-polternd, noch zu krachledernproletenhaft sind, sondern dem Brechtschen Darstellungs- und Sprechideal nahezukommen versuchen. Der Dirigent ist der Komponist selbst: Er leitete eine höchst transparente, mit starken Klangkonturen versehene Einspielung." |
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| Einstein (Oper) (Berlin, AD, 76-78) E. Pluta in FonoForum 11 / 96: "Die Ensembleleistung verdient hohe Bewunderung, noch in den kleinsten der rund 50 Bühnenrollen sind Protagonisten der Lindenoper aufgeboten. Theo Adam ist als Einstein der Vorlage entsprechend vor allem ein nachdenklicher Humanist, plastisch in der sprachlichen wie musikalischen Gestaltung, unaufwendig und konzentriert im vokalen Einsatz. Nicht weniger beeindruckt Peter Schreier als junger Physiker. Otmar Suitner ist ein souveräner, engagierter musikalischer Leiter, der mit Dessaus Tonsprache offenbar auf ebenso vertrautem Fuße steht wie mit dem klassischromantischen Repertoire." |
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