Lebenslauf von Andreas Friedrich Eler

Bild von Andreas Friedrich Eler André-Frédéric Eler soll 1764 im Elsaß geboren sein, vermutlich unter dem Namen (Andreas-Friedrich) Heller, mit dem er auch bei Benton, Devries & Lesure und Gerber zitiert wird. Er kam 1787 nach Paris und hat wahrscheinlich dort seinen Geburtsnamen der französischen Sprache angepasst.

1794 wurde er Mitglied der Jury des Institut national de musique und 1795 Bibliothekar am Conservatoire national de musique. 1798 war Eler dort Lehrer für Begleitung, Elementarlehre, Gesang, Kontrapunkt und Fuge. Der Schwerpunkt des Schaffens von Eler liegt auf dem Gebiet der Kammermusik, vor allem für Bläser. Angeregt wurde er dazu von den vielen seinerzeit in Paris wirkenden Komponisten, so vor allem Charles-Simon Catel, Frédéric-Nicolas Duvernoy, Ignaz Joseph Pleyel, Giovanni Punto (Jan Vaclav Stich) und Antonin Rejcha. Eler schrieb auch einige Bühnenwerke, so die Opern "L'habit de la Duchesse de Grammont", "Apelle et Campaspe", "La Forêt de Brama", "Le chant des vengeances", "L'habit du Chavalier de Grammont" und Vokalwerke, so Kanons mit Klavier, ein Agnus dei, eine Ode zu den Festen und Zeremonien der französischen Revolution, sowie Gesangsszenen. Mehrere dieser Werke sind verloren. Eler war Verfasser der "Collection Eler", in der er Gesangswerke des 16. und 17. Jahrhunderts herausgegeben hat. Er starb am 29.4.1821 in Paris.
Letzte Änderung am 1. Mai 2004