Lebenslauf von Friedrich Freiherr von Flotow

Bild von Friedrich Freiherr von Flotow 1812
Friedrich Freiherr von Flotow wird am 27. April als Sohn eines preußischen Offiziers auf dem Rittergut Teutendorf (bei Rostock) geboren.

1828
Nach erstem Klavierunterricht bei der Mutter und einer Unterweisung in Harmonielehre bei einem Organisten der Nachbarschaft reist der junge Flotow nach Paris. Sein Vater, der den Sohn für eine Diplomatenlaufbahn vorgesehen und diesen Plan nur widerstrebend aufgegeben hat, begleitet ihn. In der französischen Hauptstadt, damals die Musikmetropole Europas, vervollkommnet er seine Ausbildung bei Anton Reicha (Komposition) und Johann Peter Pixis (Klavier).

1830
Die Julirevolution vertreibt Flotow kurzfristig aus Paris.

1831
Seit Mai nimmt er für lange Zeit Aufenthalt in Paris, wo er zu den führenden Musikern der Stadt, Adolphe Adam, Daniel Francois Esprit Auber, Giacomo Myerbeer, Fromental Halévy, Charles Gounod, Gioacchino Rossini und Jacques Offenbach, in nahe Beziehung tritt. Verschiedene erfolgreiche Aufführungen seiner Bühnenwerke in Haustheatern des Freundeskreises und Anfangserfolge in öffentlichen Theatern als Mitkomponist an Pasticcio-Werken machen Flotow bekannt.

1835
Aufführung seines Opernerstlings "Pierre et Cathérine" in Ludwigslust und im Schweriner Hoftheater

1839
Den ersten großen Erfolg vor der Pariser Öffentlichkeit bringt ihm das Théâtre de la Renaissance mit "Le Naufrage de la Méduse" am 31 . Mai.

1843
Flotow gelingt mit der Komposition eines Akts zu dem Ballett "Lady Harriett" (der Stoff wird später für "Martha" verwertet) und "L'Esclave de Camoens" der Sprung an die Grand Opéra und Opéra-Comique.

1844
Am 30. Dezember in Hamburg Uraufführung von "Alessandro Stradella". Die Übernahme des Werkes durch 15 weitere Theater innerhalb eines Jahres begründet Flotows Ruhm in Deutschland.

1847
Die Uraufführung der teilweise nach einem Plan von Saint-Georges entstandenen "Martha oder Der Markt zu Richmond" am 25. November im Kärntnertortheater Wien übertrifft alle bisherigen Erfolge. Wie bei "Alessandro Stradella" stammt das Libretto von F. W. Riese (Pseudonym: W. Friedrich).

1848
Die Märzrevolution vertreibt Flotow endgültig aus Paris. Er kehrt in seine mecklenburgische Heimat zurück und läßt sich auf dem Gut Wutzig nieder, das ihm der Vater vermacht hat.

1849
Im August Heirat mit Elise von Zadow, die kurz nach der Geburt ihres Sohnes Friedrich Ludwig stirbt.

1850
Das Berliner Opernhaus bringt "Die Großfürstin Sophia Katharina" am 19. November heraus, die geringen Erfolg hat.

1853
Flotow heiratet die 20jährige Tänzerin Anna Theen in Wien. Aus der Ehe stammen die Söhne Wilhelm und Friedrich. In Berlin wird "lndra" (Neufassung von "L'Esclave de Camoens") uraufgeführt.

1855-63
In Schwerin wirkt er als Intendant der Hofmusik und des Hoftheaters, wobei er sich vor allem um den Aufbau des Orchesters bemüht.

1867
Scheidung von seiner zweiten Frau

1868
Heirat mit ihrer jüngeren Schwester, der Sängerin Rosa Theen. Übersiedlung auf ein Rittergut in der Nähe von Wien. Von hier aus unternimmt er Reisen nach Paris, London, Hamburg, Berlin und Italien.

1873
Rückkehr auf das väterliche Gut in Mecklenburg. Dort komponiert er seine letzten Opern.

1880-83
Die drei letzten Lebensjahre verbringt er auf Gut Heiligenkreuzberg am Eingang des Wildparks Kranichstein bei Darmstadt.

Am 24. Januar 1883 stirbt Flotow auf seinem Anwesen.
Letzte Änderung am 1. Mai 2004