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Christoph Willibald Gluck (1714-1787)

Orfeo ed Euridice

(Orpheus und Euridike)

Allgemeine Angaben zur Oper:

Titel: Orfeo ed Euridice
Titel (deutsch): Orpheus und Euridike
Uraufführung: 5. Oktober 1762 in Wien (Burgtheater)
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Spieldauer: ca. 95 Minuten
Bemerkung: 1. Fassung: Wien 1762
2. Fassung: Paris 1774
3. Fassung: 1859 von Hector Berlioz in franz. Sprache

Kaufempfehlung:

CD: Klassika CD Kaufempfehlung bei jpc Orpheus & Eurydike (EMI, DDD, 82)

Hermes Opernlexikon: "Muti hält nichts von gefühlvoller Breite und viel von dramatischer Intensität: Hier kann man hören, wie aufregend 'heutig' Gluck komponierte, und wie exemplarisch Anges Baltsa einen herben Oprheus gestaltet. Insgesamt eine ausgezeichnete Aufnahme."

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DVD: Klassika DVD Kaufempfehlung bei jpc Orpheus & Eurydike (Arthaus, 1999)

O. Wazola in FonoForum 3 / 01: "Der musikalische Feuerkopf Gardiner beweist hier auch sonst überschäumendes Temperament. Sein Orchestre Revolutionnaire et Romantique und der hervorragend disponierte Monteverdi Choir agieren mit packender Beweglichkeit, Energie und Plastizität. Jede Phrase, jede Tempoangabe in der französischen Berlioz-Fassung des "Orphee" wird bei Gardiner zum Mittel der Dartstellung von Affekt und Emotion."

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Personen:

Euridice: verstorbe Gattin Orfeos
Orfeo: Ehemann Euridikes
Amore: Gott der Liebe
Weitere: Nymphen und Hirten

Zur Oper:

Art: Azione teatrale per musica in drei Akten
Libretto: Ranieri de' Calzabigi (1714-1795)
Sprache: italienisch

Handlung:

1. Akt: Ein Hain mit dem Grabmal der jüngst verstorbenen Eurydike. Orpheus beklagt den Tod der geliebten Gattin, während Frauen das Grab schmücken und Freunde das Totenopfer vollziehen. Vom Schmerz überwältigt, fordert Orpheus in wildem Trotz die Rückgabe Eurydikes von den Göttern. Da erscheint Amor als Bote von Jupiter und bringt die Kunde, dass die Götter, von seiner Trauer gerührt, ihm gestatten, in die Unterwelt hinabzusteigen und Eurydike zurückzuholen. Doch sei es ihm verboten, sie anzublicken, solange sie sich noch im Reiche der Schatten befänden. Sobald er ein einziges Mal das Auge zu ihr erhebe, sei sie auf ewig dem Tode verfallen. Orpheus nimmt die Bedingungen an, doch befallen ihn düstere Ahnungen: Wird Eurydike sein Handeln verstehen?
2. Akt: In der Unterwelt. Die Furien führen einen wilden Tanz auf, doch der nahende Orpheus lässt sich nicht abschrecken. Drohend umringt ihn der Chor der Schatten. Seine Liebesklage beschwichtigt und rührt die Schattengeister, und sie lassen ihm den Weg zum Elysium frei.
In den Gefilden der Seligen besingt Eurydike die Freuden des Elysiums und wird dann dem sehnsüchtig klagenden Gatten zugeführt. Er nimmt ihre Hand und führt sie, mit abgewendetem Blick, wie Jupiter es gebot, zu den Lebenden zurück.
3. Akt: Zerklüftete Felsenhöhle. Doch der Weg durch das Schattenreich ist weit, und das Gebot der Götter grausam. Orpheus mahnt die Gattin zur Eile. Sie klagt über seine unfassbare Lieblosigkeit, da er sie keines Blickes würdigt. Vergebens fleht sie um ein Liebeszeichen, vergebens bittet er sie, sich zu gedulden und an seine Liebe zu glauben. Sie will die Gefilde der Seligen nicht verlassen, nur um zu freudlosem Leben zurückzukehren. Schließlich bricht seine Widerstandskraft, und er zieht die Heißgeliebte in seine Arme. Entseelt sinkt sie augenblicklich nieder. Als sich Orpheus, vom Schmerz überwältigt, selbst töten will, haben die Götter abermals ein Einsehen. Amor naht und erweckt die zweifach Verlorene zu neuem Leben, zum Lohn für Orpheus' Treue. Beglückt kehren die Wiedervereinten zur Erde zurück und preisen im Tempel Amors die Macht der Liebe.
Letzte Änderung am 5.10.2007

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