Denis Levaillant (geb. 1952)

La Petite danseuse

(Die kleine Tänzerin)

Allgemeine Angaben zum Ballett:

Titel: La Petite danseuse
Titel deutsch: Die kleine Tänzerin
Titel englisch: The Little Dancer
Anlass: Auftrag der Opéra de Paris
Entstehungszeit: 2002
Uraufführung: 25. April 2003 in Paris (Opéra National de Paris) unter dem Titel „La Petite Danseuse de Degas“
Orchester: Orchestre de l'Opéra National de Paris
Dirigent: Ermanno Florio
Choreographie: Patrice Bart
Ballettdirektion: Brigitte Lefèvre
Besetzung: Orchester
Spieldauer: ca. 100 Minuten
Erstdruck: Denis Levaillant Music DLM 0027 / 0028 /0029

Kaufempfehlung:

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[Details]
Ballet de l'Opera National de Paris - La Petite Danseuse de Degas (Arthaus Musik, 2010)

Künstler: Orchestre de l'Opera National de Paris, Koen Kessels

Zum Ballett:

Art: Ballett in zwei Teilen nach einer Idee von Patrice Bart und Martine Kahane

Personen:

La Petite danseuse: Die kleine Tänzerin
Danseuse Étoile: Erste Tänzerin
Le Maître de Ballet: Der Ballettmeister
L'Abonné: Der Abonnent
L'homme en noir: Der Mann in Schwarz
La Mère: Die Mutter

Beschreibung:

Der Ballettdirektorin der Pariser Oper, Brigitte de Lefèvre, kam die Idee, dem großen Maler Edgar Degas, der einen engen Bezug zum Ballett hatte, durch Schaffung eines Bühnenwerks ein Denkmal zu setzen. In den Mittelpunkt rückte sie eines seiner Modelle, die damals erst vierzehnjährige Marie von Goethem, die aus ärmlichen Verhältnissen stammte und von ihrer Mutter zum Ballett bugsiert wurde. Doch aus Patrice Barts Ballettschöpfung wurde keine Biografie einer kleinen Tänzerin, sondern ein Kompliment an die Metropole Paris mit Bezug auf die Tanzgepflogenheiten, wie sie sich zur Zeit der Impressionisten bot.

Eröffnet wird mit dem Erwachen der Stadt auf dem Platz Bréda. Als großes Tableau sieht man die Arbeit der Tänzer in dem geräumigen Arbeitsraum unter dem Dach des Opernhauses. Der Szene folgt das Atelier des Malers, der die Artisten auf die Leinwand bringt. Das mit großem Aufwand an Menschen und Dekoration einstudierte Ergebnis bringt danach als herausragenden Mittelpunkt den große Opernball.

Paris am Rande eröffnet den zweiten Akt mit einem Abstecher ins Cabaret „Le Chat Noir“. Es folgt ein Ausflug ins dunkle Gefängnis „Saint Lazare.“ Der Besuch einer Wäscherei, in der weiße Bettlaken geschwungen werden, leitet über in den Epilog, in dem unsere junge Heldin ihre Romanze mit dem „Mann in Schwarz“ erlebt.

Struktur des Balletts:

Erster Akt:
1. Bild: Platz Bréda in Paris
2. Bild: Arbeitsraum der Tänzer erster Klasse
3. Bild: Das Atelier des Künstlers
4. Bild: Der große Opernball

Zweiter Akt:
1. Bild: Der Spiegel
2. Bild: Im Cabaret „Le Chat Noir“
3. Bild: Das Gefängnis Saint-Lazare
4. Bild: Die Wäscherinnen

Epilog:
Pas de deux der kleinen Tänzerin und des Mannes in Schwarz

Inszeniert wird traditionell ohne Extravaganzen – es dominieren die Farben Schwarz und Weiß. Musikalisch legt der Komponist Denis Levaillant sich mächtig ins Zeug. Er schuf eine quirlige Komposition, die in ihrer Romantik Jules Massenet folgt und ihre Rhythmik Philipp Glas entlehnt. Das Werk fesselt auch dann, wenn der visuelle Einblick wegfallen würde.
Letzte Änderung am 19. Februar 2012
Beitrag von Engelbert Hellen

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