Geschichten zu Giacomo Meyerbeer (1791-1864)
Rossini und Meyerbeer
| Ernst Decsey schreibt: |
| Gioacchino Rossini und Giacomo Meyerbeer standen äußerlich auf dem besten Fuße, konnten einander aber nicht ausstehen. Zu jeder Rossinischen Oper entsendete Meyerbeer, wie man sich in Paris erzählte, zwei elegant gekleidete Herren, die im ersten Rang die exponiertesten Plätze einnahmen und nach einer Viertelstunde einschlafen mussten. Erst am Schluss durften sie wieder aufwachen, und die Abonnenten kannten die "Sommeilleurs de Meyerbeer" ganz genau. Eines Tages erhielt nun Meyerbeer ein Billett, worin zwei Karten zu Rossinis Oper "Semiramis" lagen: "Da ich leider gehört habe, dass es Ihnen in den letzen Tagen nicht nach Wunsch gegangen ist, so bereiten Sie mir die Freude, die Karten zu benützen. Die Loge ist von allen Seiten des Hauses sichtbar. Die Fauteuils sind bequem. Kurz vor Schluss der Vorstellung werde ich Sie wecken lassen. In wahrer Bewunderung Ihr G. Rossini" |
Letzte Änderung am 18.7.2008
