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Franz Schubert (1797-1828)

Schäfers Klagelied

Allgemeine Angaben zum Werk:

Titel: Schäfers Klagelied
Entstehungszeit: 1814
Opus: op. 3 Nr. 1: Schäfers Klagelied
D 121

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H. L. Zulauf in HiFiVision 11 / 94: "CD des Monats. Bariton Bryn Terfel zählt ohne Zweifel zu den ganz großen Sängerentdeckungen der letzten Jahre. Auf diesem sicheren Grund einer guten Beherrschung der deutschen Sprache zieht der Waliser alle Register des Liedgesangs. Besonders die leisen Töne gelingen ihm über alle Maßen gut."

Text:

Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Sprache: deutsch
Liedtext: Da droben auf jenem Berge,
Da steh ich tausendmal,
An meinem Stabe [hingebogen]
Und schaue hinab in das Tal.
Dann folg ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin herunter gekommen
Und weiss doch selber nicht wie.
Da stehet von schönen Blumen
Die ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen,
Wem ich sie geben soll.
Und Regen, Sturm und Gewitter
[Verpass] ich unter dem Baum,
Die Türe dort bleibet verschlossen;
Doch alles ist leider ein Traum.
Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist [fortgezogen],
Und weit in das Land hinaus.
Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See,
Vorüber, ihr Schafe, nur vorüber!
Dem Schäfer ist gar so weh.
Letzte Änderung am 10.4.2005

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