| Dixit Dominus di Praga RV 595 (Hyp, DDD, 97) F. P. Messmer in FonoForum 11 / 97: "Von Vivaldis Musik, inzwischen auch von seinen geistlichen Werken, gibt es zahlreiche Einspielungen. Daß es dabei noch etwas Neues zu entdecken gibt, würde wohl kaum jemand glauben, und daß gerade Engländer eine Interpretation vorlegen, die am meisten von allen italienisch wirkt, erstaunt doch sehr! Robert King macht in seiner Interpretation Klang, Rhythmus und Raum bewußt, die grundsätzlichen Elemente der Musik. Klangblöcke treffen aufeinander, durchdringen sich im Raum. Der Einzelne tritt aus der Masse hervor, wenn er ein Solo singt. Der Chor des King's Consorts ist erstaunlich homogen. Nicht nur die Wortdeklamation, sondern auch die Dynamik verwirklicht er wie aus einem Guß, wie ein hervorragendes Sinfonieorchester. Besonders eindrucksvoll ist seine rhythmische Prägnanz, die alles übertrifft, was man selbst von englischen Chören kennt. Doch zu diesen Tugenden kommt eine Ausdrucksintensität, die überhaupt nicht der eher puritistischen englischen Schule entspricht, vielmehr von italienischem Pathos bestimmt ist. Eine außergewöhnliche Vivaldi-Einspielung." |