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Antonio Vivaldi (1678-1741)

Violinkonzert g-moll

Allgemeine Angaben zum Werk:

Titel: Violinkonzert
Untertitel: L'Estate
Untertitel (deutsch): Der Sommer
Tonart: g-moll
Entstehungszeit: spätestens 1725
Besetzung: Violine, Streicher und Basso continuo
Spieldauer: ca. 10 Minuten
Erstdruck: Amsterdam: Michel Charles Le Cène, 1725
Bemerkung: Die "Vier Jahreszeiten" sind der erste Teil von Vivaldis Opus 8 (RV 269, 315, 293, 297, 253, 180, 242, 332, 236, 362, 210 und 178), eines groß angelegten musikalischen Werkes namens: "Il cimento dell'armonia e dell'invezione" - "Die Erprobung der Harmonie und der Erfindung". Wie alle früheren Werke Vivaldis ist es undatiert, wurde jedoch 1725 in Amsterdam veröffentlicht. Gewidmet wurde "Il cimento" dem böhmischen Grafen Wenzeslav von Morzin, in dessen Dienst Vivaldi mehrere Jahre in Italien stand.

Die Sammlung beinhaltet vornehmlich Violinkonzerte, lediglich zwei Konzerte wurden für Oboe, Streicher und Basso continuo geschrieben. Die ersten vier Konzerte des ersten Buches bilden die "Vier Jahreszeiten". Jedem Konzert der "Vier Jahreszeiten" ist ein erläuterndes Sonett eines unbekannten Dichters, vermutlich aber Vivaldi selbst, beigegeben. Die Konzerte sind nicht nur ein frühes Beispiel der Programmmusik, sie sind zugleich ein Loblied auf die Natur.

Das Konzert "Der Frühling" (RV 269) steht in E-Dur. Gleich am Anfang erwacht die ganze Schönheit der Natur mit dem Trillern und Zwitschern der Vögel. Die beiden schnellen Sätze bewegen sich tänzerisch, schildern das Wehen sanfter Winde, Rauschen der Blätter und ferne Murmeln eines Bachs. Man denkt an die typisch barocke Schäferpoesie mit ihren idyllischen pastoralen Szenen.

"Der Sommer" (RV 315) bricht mit düsterer g-moll-Stimmung herein. Schwüle, Last und Erschöpfung werden angedeutet, Kuckuck und Turteltaube bringen die Natur wieder zum Leben. Im Largo, der Klage des verliebten Schäfers, summen und brummen die Wespen und Hummeln. Der Finalsatz stellt ein furioses Gewitter dar. Vivaldi schrieb damit die Darstellung des Gewitters in der Orchestermusik für kommende Generationen (etwa auch in der 6. Symphonie von Beethoven) stilistisch fest.

"Der Herbst" (RV 293) kündigt sich in F-Dur mit dem nachempfundenen Klang der Jagdhörner an. Die Solovioline spielt die Rolle des fliehenden Wildes, das gleichsam vom Tutti gejagt wird. Im zweiten Satz dürfen die Streicher die schönen Seiten der Herbsternte schildern: den Rausch des Weines.

Das Schroffe und Harte des "Winters" (RV 297) kommt mit Zähneklappern, Fußstampfen, klirrender Kälte und Eislaufen in f-moll daher. Der Mittelsatz stellt als Kontrast einen lieblichen, zarten Winterregen dar, wobei die sanfte Pizzicato-Begleitung der Solovioline auch an das Fallen von Schneeflocken erinnert.
Opus: op. 8 Nr. 2: Il cimento dell'armonia e dell'inventione concerti a 4 e 5 ... opera ottava - Concerto N. 2 - L'Est...
RV 315: Concerto g-moll »L'Estate« op. 8 Nr. 2
Fanna I/23: Concerto in sol min. per violino, archi e organo (o cembalo) « L'Estate »
P 336

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H. Arnold im Musikmarkt 1 / 84:"Selbst so bekannte Vivaldi-Konzerte wie die ersten vier aus op. 8, die 'Vier Jahreszeiten'-Konzerte, erscheinen hier wie neu, lebendig und frisch, voller Überraschungen, Finessen, ja Extravaganzen der Violin-Artikulation...Das digitale Klangbild wirkt wie gestochen und bringt die vitale Musizierfreude der Briten gleichsam auf Hochglanz. Eine gelungene Neueinspielung."

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Sätze:

1. Satz: Allegro
2. Satz: Adagio
3. Satz: Presto
Letzte Änderung am 20.1.2008

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