CD-Kauftipps im Monat 04/2017


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The Cambridge Buskers Collection




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spiegel. de 1985: » Zuerst klopft, ta-ta-ta-ta, das Schicksal an die Pforten; dem Kernmotiv der Fünften folgen ein paar Takte der Siebten; schließlich wird jedes Scherzo der übrigen Symphonien einmal kurz angetippt – das ist alles. Statt großem philharmonischen Getöse nur Flöte und Ziehharmonika – das reicht. Mit dieser Schnappschußtechnik sind die neun Beethoven-Symphonien in 3 Minuten und 19 Sekunden erledigt. <br><br> Abendfüllende Partituren auf putzige Kürzel zu stutzen ist ihre Spezialität; 33 flötenartige Blasinstrumente und ein billiges Akkordeon sind ihr einziges Spielzeug: Wenn die Cambridge Buskers, die beiden Straßenmusikanten aus der britischen Akademikerschmiede, ans Werk, ans Opus gehen, werden selbst die ausladendsten Schöpfungen der abendländischen Musik kurz und bündig fertiggemacht. Schuberts ›Unvollendete‹ ist dann nach 1 Minute und 36 Sekunden vollendet, Mahlers 4. Symphonie in 31 Sekunden. <br><br> In respektloser Hochachtung und mit instrumentaler Könnerschaft kredenzen der Flötist Michael (Mike) Copley, 29, und der Akkordeonspieler David (Dag) Ingram, 29, an einem einzigen Abend Dutzende von Hits aus 500 Jahren Musikgeschichte als wohltönendes Naschwerk und verwandeln dabei selbst die dicksten symphonischen Brocken in zarte Klangpralines. <br><br> Nirgends sonst werden derzeit unter der Kunstglocke tonschöpferischen Geistes die Säulenheiligen von Michael Praetorius bis Karlheinz Stockhausen ähnlich liebevoll gestürzt und ihre Meisterwerke so charmant verarscht wie von dem schelmischen Duo der beiden Briten.»