CD-Kauftipps im Monat 11/2021


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Seven Great Russian Operas from 1955




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onlinemerker.com: »Gar nicht genug gelobt und bestaunt werden kann die Ensembleleistung. Das Zusammenwirken zwischen Dirigent, Orchester, Chor und ‹Bühne« ist von einem gemeinsamen Geist und hoher Musikalität durchseelt. Die Spannungsbögen werden straff gehalten, die Atmosphäre in den einzelnen Szenen ist unmittelbar intensiv, die Solisten sind durch die Aufnahmetechnik besonders gut bedient. Auch sprachlich-idiomatisch und von der Textverständlichkeit her lassen die Aufnahmen keine Wünsche offen. Alles in allem ist die Box neben ihrer musikhistorischen Bedeutung und kulturell-politischen Dimension eine Schatzkiste für Entdeckungen für Liebhaber weitgehend unbekannter schöner großer Stimmen.»<br><br> "Wenn man nun bedenkt, dass Decca seine besten Aufnahmeteams nach Belgrad entsandt hatte (nur Boris Godunow wurde mit Belgrader Kräften in Zagreb aufgenommen) und Belgrad ein Ensemble zur Verfügung hatte, mit der es Haupt- wie Nebenrollen exzellent besetzen konnte, dann versteht man, welches Ton-Doku-Monument Profil mit diesem Set veröffentlicht. Für viele Opernfreunde war die Produktion von sieben großen russischen Opern der einzige Weg, diese Werke via Schallplatte kennenzulernen. Und heute hören wir uns staunend diese Aufnahmen an, staunend über die Klangqualität, die hervorragend ins digitale Zeitalter herübergerettet wurde, sowie staunend über die vortreffliche musikalische Realisierung. Der bedeutende Bass Miroslav Cangalovic ist ein herausragender Boris Godunow mit einer perfekten Durchdringung der Figur und einer unglaublich bewegenden Stimme. Von Tchaikovskys Eugen Onegin gab es Anfang der Sechziger Jahre nur eine einzige Gesamtaufnahme in russischer Sprache (neben zwei deutschen Querschnitten), jene unter Oscar Danon aus Belgrad, in der Miro Cangalovic einen phänomenalen Gremlin singt. Aber auch für diese Oper hatten die Belgrader ihre besten Kräfte aufgeboten, mit Valerija Heybal als Tatiana, dem exzellenten Drago Startz als Lensky und einem grandiosen, heldischen Dushan Popovich als Onegin. In Mikhail Glinkas Ein Leben für den Zaren steht wiederum Miro Cangalovic im Mittelpunkt. Seine mächtige, klangvolle und ausdrucksstarke Stimme ist ebenso geschaffen für die Rolle des Sussanin wie für die des Dosifey in Mussorgskys Khovanshchina. Ganz hervorragend ist auch Tchaikovskys Pique Dame unter Kresimir Baranovic, dessen schlankes, melodienbetontes und unpathetisches Dirigat diese Musik veredelt wie es selten gelungen ist. Die einzige etwas schwächere Aufnahme im Set ist die von Rimsky-Korsakovs Schneeflöckchen, ohne dass sie aber wirklich schlecht wäre. Was in allen Aufnahmen neben den Solisten zu würdigen ist, das ist die Qualität der Chöre und vor allem auch des Orchesters, das in jenen Tagen weitaus besser war als viele russische Orchester, die man heute in historischen Aufnahmen hört. Toningenieur Holger Siedler aus Berlin hat die alten Aufnahmen wunderbar restauriert und ihnen eine unglaubliche Präsenz verschafft. Etliche von diesen Einspielungen gab es ja mittlerweile auf Billiglabels in oft grottenschlechter Tonqualität. Hier leben sie in voller Pracht auf." (Pizzicato / Supersonic Award)