CD-Tipps zu 'Michael Gielen (geb. 1927)'
| Der hölzerne Prinz op.13 (Hänssler, DDD, 2005) Bartok, Bela (1881-1945) FonoForum 03 / 07: "Feinfühlig und sensibel fällt Michael Gielens Lesart dieses Werkes aus: Sie bleibt strukturell, in der klanglichen Durchgestaltung des Tonsatzes ungemein transparent, ohne doch der Musik etwas von ihrer Wucht zu nehmen oder ihre Ausdruckscharaktere zu nivellieren. Die Suite aus dem Tanzspiel "Der holzgeschnitzte Prinz" ist eine hoch willkommene Ergänzung." |
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| Missa Solemnis op.123 (Capriccio, DDD, 2005) Beethoven, Ludwig van (1770-1827) Stereo 07 / 06: "Niemals verliert Michael Gielen den Bogen für die logischen Zusammenhänge aus den Augen. Strahlend tönt das 'Gloria'. In klanggeschärfter Diktion knirschen die Verzahnungen im 'Qui tollis'. Wie inständig Beethoven um inneren und äußeren Frieden bittet, vermitteln das Orchestra Philharmonique du Luxembourg, handverlesene Solisten und die Europa Chor Akademie ohne Wenn und Aber." |
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| Musik für Oboe & Orchester (Hänssler, DDD, 1994-02) Rihm, Wolfgang Stereo 05 / 07: "Das geigenlose Tutti in der Dritten Musik für Violine & Orchester wird hier durch dräuende tiefe Bläser dramatisiert, durch Bongos und Congas tänzerisch bewegt. Die Musik für Oboe und Orchester schickt das Soloinstrument immer wieder zurück zu seinem unangenehmen tiefsten Ton, auf dem es Anlauf nimmt zu Ausbrüchen höchster Virtuosität. Leichtfüßig wirkt sodann der Übergang in einen fast trivialen Unterhaltungstonfall, der sich am Ende ins Bedrohliche wendet. Eine ähnliche Entwicklung nimmt 'Styx und Lethe'. Hier lässt sich das Orchester von einem hyperaktiven, wie aufgezogen wirkenden Cello anstecken und elektrisieren. Und genauso wird es dem Hörer mit diesen fantastischen Aufnahmen ergehen." |
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| Symphonie in 3 Sätzen (Hänssler, DDD, 2003-06) Strawinsky, Igor (1882-1971) FonoForum 01 / 07: "Michael Gielens sachlich souveräner Stil scheint eher dem kühlen Neoklassizismus zu entsprechen - und tatsächlich fallen seine Einspielungen der drei sinfonischen Hauptwerke Strawinskys grandios aus. Er rückt ganz die Musik in den Vordergrund, die er nur nüchtern zu referieren scheint - und doch gewinnt sie eine bezwingende Gewalt, die selbst die Interpretationen Klemperers verblassen lässt." |
