Igor Fjodorowitsch Strawinski (1882-1971)

Perséphone

(Persephone)

Allgemeine Angaben zum Ballett:

Titel: Perséphone
Titel deutsch: Persephone
Anlass: Auftrag von Ida Rubinstein (1933)
Entstehungszeit: 1933/34, rev. 1949
Uraufführung: 30. April 1934 an der Opéra in Paris
Choreographie: Kurt Jooss, Ausstattung: André Barsacq, Ausführende: Ida Rubinstein
Besetzung: Tänzer, Sprecherin, Tenor, Knabenchor, vierstimmiger gemischter Chor und Orchester
Bemerkung: Im Kollektiv mit den Balletten „La Valse“ von Maurice Ravel und „Diane de Poitiers“ von Reynaldo Hahn kam „Perséphone“ am 30. April 1934 in Paris zur Uraufführung. Da in dem Melodram nicht nur getanzt, sondern auch ausgiebig gesungen und gesprochen wird, ist das Opus nicht eindeutig einer bestimmten musikalischen Gattung zuzuordnen.

Die Mythologie kennt unterschiedliche Deutungen des Geschehens, welche teilweise recht abstrus sind.
Zusatzinformationen: Artikel über Persephone bei Wikipedia

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[Details]
Persephone (Audite, ADD/LA, 1960)
Igor Strawinsky (1882-1971)

FonoForum 06 / 11: "Den ganzen Silberschmelz seiner Stimme sowie eine helle Strahlkraft in der Höhe setzt er für Strawinsky ein, was dem Werk prima bekommt. Zudem stand ihm mit Doris Schade in der Sprechrolle der Göttin Persephone eine der renommiertesten Schauspielerinnen zur Seite, auf den großen Theaterbühnen ebenso erfolgreich wie auf der Leinwand. Chöre und Orchester halten unter Dean Dixons souveräner Leitung derart engagiert mit, dass man hier einmal mehr staunt, auf welch hohem Niveau die Rundfunkanstalten damals ihren kulturellen Bildungsauftrag ernst nahmen."

Zum Ballett:

Art: Tanzmelodram in drei Teilen
Libretto: André Gide

Personen:

Persephone
Pluto
Demeter

Handlung:

Erster Teil:

Pluto, der Herr der Unterwelt, findet Gefallen an Persephone, der Tochter der Demeter. Es gelingt ihm, seinem Bruder Zeus das Einverständnis zu einer ehelichen Verbindung abzuschwatzen. Er überlegt, dass die Schöne freiwillig die Erde nicht verlassen wird und plant die Entführung. Die Nymphen hatten ihr geraten, sich von Narzissen fernzuhalten, weil deren Duft ihr zum Verhängnis werden könnte. Sie legt sich eine Narzisse auf die Brust, sich selbst auf die grüne Wiese und schläft ein. Pluto kommt vorbei und raubt sie.

Zweiter Teil:

In der Unterwelt angekommen, erwacht sie aus tiefem Schlaf und erkundigt sich, wo sie sich befinde. Da Pluto sie über die Maßen liebt, darf sie sogleich zur Herrscherin über die Schatten aufsteigen. Damit soll ihr der Aufenthalt in der Unterwelt schmackhaft gemacht werden. Gefallen tut es ihr dort nicht. Die Lichtverhältnisse sagen ihr nicht zu, und die Verlassene sehnt sich nach dem Frühling. Sie nörgelt so lange, bis sie wieder nach oben darf und wiedergeboren wird.

Dritter Teil:

Ihre Mutter Demeter freut sich, dass Persephone unerwartet wieder zurückgekommen ist. Nach einiger Zeit des Bleibens auf der Erde will sie wieder nach unten, weil ihr Mitgefühl mit den leidenden Schatten überhand nimmt, und sie meint, in der Unterwelt Verantwortung übernehmen zu müssen. Unkundig des Weges zeigt ihr Merkur die Fährte. Lange hält sie es dort unten aber nicht aus, und man lässt die Launische wieder ziehen. Den Weg findet sie inzwischen allein.

Dem ahnungslosen Theaterbesucher wird so erklärt, weshalb es auf der Erde im Wechsel kalte und warme Jahreszeiten gibt. Verehrt wird Persephone als Göttin der Unterwelt und der Fruchtbarkeit. Es sprießt, wenn sie anwesend ist, und es schneit, wenn sie unten ist.

Letzte Änderung am 25. Januar 2007
Beitrag von Engelbert Hellen

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