Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 (CPO, DDD, 2024) Hugo Kaun (1863-1932)FonoForum 07/2026: »Eine wertvolle Wiederentdeckung.«
»Kauns Partituren (sind) eine echte Entdeckung und eine veritable Bereicherung des symphonischen Standardprogramms. Das gilt vor allem, wenn sie so klar strukturiert, facettenreich und mitreißend gespielt, besser noch: inszeniert werden wie vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das in Jonathan Stockhammer einen ebenso feinsinnigen wie weitblickenden Regisseur findet.« (Kulturabdruck)
»Und Kaun kann wunderbar neben Strauss bestehen – er teilt mit ihm die virtuose Handhabung von Harmonie und Kontrapunkt, auch die farbenreiche und plastische Meisterschaft der Orchestration, und vor allem die souveräne Beherrschung der Form, die uns – bei allem offenkundigen und auch absichtlich schrulligen Humor und der hinreißenden Bizarrerie zwischen Scherz und Tod-Ernst – das Werk auch ohne literarisches Programm als reine Musik ebenso schlüssig erscheinen läßt. Auch ist Kaun stets ein prägnanter Melodiker, und nie erscheint sein Können als scholastisch trockene Gelehrsamkeit.« (Klassik heute)
"Kaun schrieb freilich nicht so dissonant oder gar atonal wie manche Zeitgenossen, aber er „webte“ seine Klangstrukturen ausgesprochen dicht. In seinem Falstaff gibt es etwa eine Quadrupelfuge (Kaun nahm für sich in Anspruch so etwas hier als erster komponiert zu haben), und jedenfalls stecken seine Werke voller anspruchsvoller kontrapunktischer Finessen. Man sollte sich davon einfach nicht schrecken lassen und muss sich auch nicht weiter damit beschäftigen: Das Orchester und Jonathan Stockhammer spielen diese Musik so knackig frisch und mit perfekt ausgeleuchteten Klangfarben, dass es allemal Spaß macht." (klassik.com) |