Albert Lortzing (1801-1851)

Die Opernprobe

Allgemeine Angaben zur Oper:

Titel: Die Opernprobe
Untertitel: Die vornehmen Dilettanten
Uraufführung: 20. Januar 1851 in Frankfurt am Main
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Opus: LoWV 91

Zur Oper:

Art: Komische Oper in einem Akt
Libretto: Albert Lortzing
Sprache: deutsch
Ort: eine kleine, schmucke Residenz im deutschen Mittelgebirge
Zeit: Sommer 1794

Personen:

Graf: der Hausherr der Residenz
Gräfin: seine Frau
Luise: die Tocher der beiden
Hannchen: Kammerzofe und Kapellmeisterin
Baron von Reintal: Onkel von Adolph
Adolph von Reintal: der junge Baron
Johann: sein Diener
Martin: Diener des Grafen

Handlung:

1. Akt: Schauplatz des heiteren Spiels ist eine kleine schmucke Residenz im deutscher Mittelgebirge. Ihr Hausherr, ein begeisterter Musikliebbaher, ist darauf bedacht, daß seine Dienerschaft mit Eifer singt und musiziert. Jetzt steht gerade eine Opernaufführung bevor. Da hat das Fräulein Kapellmeisterin Hannchen, ansonsten Kammerzofe, alle Hände voll zu tun. Energisch spornt sie bei der Probe ihre Musiker an. Auch wenn sie sich nach so energisch gibt, ist sie doch eine raffinierte kleine Evastochter, die nur allzu gern Name und Art der beiden Fremden wüßte, die sie im Park beobachtet hat. Diener Martin, auf Erkundung ausgeschickt, sprach zwar mit einem der beiden, ohne jedoch näheres in Erfahrung gebracht zu haben. Mit ihren feinen Ohren vernimmt das Fräulein Kapellmeisterin von Ferne wiederum jene fremden Stimmen, legt sich auf die Lauer und hört, wie einer der beiden eine Melodie anstimmt. Es ist Adolph, der junge Baron von Reinthal, der mit seinem Diener Johann inkognito auf Wanderschaft ist. Er hatte sich aus dem Staube gemacht als sein Onkel ihn verheiraten wollte und dazu noch mit einem Fräulein, das er nie zuvor gesehen. Da interessierte ihn das bildschöne Mädchen schon mehr, das er hier im Park erspäht hatte. Die Aussichten schienen zudem nicht ungünstig. Sein Diener hatte nämlich erfahren, daß sie Comtesse und die einzige Tochter des bereits ältlichen Schloßherrn sei. Wie aber sollte er sich ihr unerkannt nähern? Da kommt Adolph eine Idee: Wenn der Schloßherr schon so ein Musiknarr ist wird er zwei Künstler sicherlich gern empfangen. Deshalb beschließt er, sich und seinen Diener als reisende Sänger in der Residenz vorzustellen.
Alles das hat Hannchen erlauscht. Sie kombiniert sogleich richtig: Der fremde Baron kann kein anderer als der Bräutigam ihrer Comtesse Louise sein, der seiner Braut entfliehen wollte. Die Freude bei Comtesse Louise ist groß, als sie van Hannchens Entdeckungen erfährt, hat sie doch selbst inzwischen Gefallen an dem fremden gefunden. Aber verraten wollen die beiden nichts. Den Spaß wollen sie genießen! Graf und Gräfin erscheinen zum Kaffee in der Halle und schwärmen von vergangenen Zeiten. Als die Gräfin ihren Gatten nach der Ankunft des für Louise bestimmten Bräutigams fragt, muß dieser betreten gestehen, daß ihm sein alter Freund Reinthal einen recht merkwürdigen Brief geschrieben hat. Daraus geht hervor, daß der Bräutigam zunächst einmal überhaupt nicht erscheint.
Da meldet Diener Martin zwei reisende Sänger. Der junge von Reinthal und seine Begleitung treten ein - so ausstaffiert, wie man sich in der Provinz in etwa fahrendes Künstlervolk vorstellt.
Zur Freude des alten Grafen beweist der Tenorist außergewähnhiches Talent. Seine lyrische Arie findet allseitigen Beifall, dieweil der Herr Bariton sich offenbar mehr aufs Prahlen als aufs Singen versteht. So wird das folgende Rezitativ mit vielen versteckten Anspielungen zu einer köstlichen Parodie - und zum besonderen Amusement für Louise und Hannchen.
Als sich Graf und Gräfin endlich mit singendem "Auf Wiedersehen" verabschiedet haben, nutzt Adolph die Gelegenheit, nähere Bekanntschaft mit Comtesse Louise zu schließen, während Johann mit Hannchen anzubändeln sucht. Dieses kleine Biest treibt Johann zuerst einmal in die Enge und gesteht ihm schließlich, alles erlauscht zu haben. In einem launigen Duett preist Johann seine männlichen Eigenschaften.
Scließlich finden sich alle zum Finale ein. Sogar der alte Baron von Reintbal ist inzwischen eingetroffen. Zur Freude aller finden sich die Paare: Louise und Adolpb, Hannchen und Johann.
Letzte Änderung am 25. April 2006

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