Gioacchino Rossini (1792-1868)

Moïse et Pharaon, ou Le passage de la Mer Rouge

(Moses und Pharao oder Die Durchquerung des Roten Meeres)

Allgemeine Angaben zur Oper:

Titel: Moïse et Pharaon, ou Le passage de la Mer Rouge
Titel deutsch: Moses und Pharao oder Die Durchquerung des Roten Meeres
Titel englisch: Moses and Pharaoh, or The Crossing of the Red Sea
Entstehungszeit: 1827
Uraufführung: 26. März 1827 in Paris (Théâtre de l'Académie Royale de Musique)
Besetzung: Soli, Chor und Orchester
Spieldauer: ca. 150 Minuten
Bemerkung: Diese Oper ist eine Umarbeitung der Version von 1818 für die französische Oper.

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[Details]
Mose (Version von 1827) (Myto, ADD/m, 1956)
Gioacchino Rossini (1792-1868)

Künstler: Nicola Rossi Lemeni, Agostino Lazzari, Giuseppe Taddei, Gianni Jaia, Orchestra Sinfonica di Roma della RAI, Tullio Serafin

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Zur Oper:

Art: Melodramma sacro in quattro atti
Libretto: Victor-Joseph-Etienne de Jouy und Luigi Balocchi
Sprache: französisch

Handlung:

1. Akt: Das Bühnenbild zeigt das Lager der Midianiten vor den Mauern von Memphis. Man sieht Moses' Zelt, vor dem sich ein Opferaltar aus Rasenziegeln erhebt; links ein Palmenhain, an dessen Rand einige Büsche stehen; einer davon fällt durch seine besondere Form und seinen Umfang auf. Die Hebräer, seit fünfzehn Jahren von den Ägyptern zur Knechtschaft gezwungen, beklagen ihr Los. Moses spricht ihnen Mut zu: Wenn Ägypten nun unter schweren Plagen ächzt, so deshalb, weil es durch Gottes Zorn geschlagen wird. Elisero, Moses Bruder, ist zum Pharao gegangen und hat ihn gebeten, den Zorn Gottes durch die Entlassung der Hebräer aus der Knechtschaft zu beschwichtigen. Elisero kommt in Begleitung seiner Schwester Maria und seiner Nichte Anaide, welche beide bislang am Hof festgehalten waren. Sinaide, Pharaos Gemahlin, hat ihren Mann zu überreden vermocht, das Volk der Hebräer, dem auch sie selbst entstammt, aus der Knechtschaft zu entlassen. Ein Ausbruch der Freude begrüßt die Nachricht von der Befreiung. Der Bund zwischen dem Gott und seinem Volk ist erneuert: der Himmel reißt auf, ein leuchtender Meteor stürzt in einen der Büsche und steckt ihn in Brand. Aus dem brennenden Busch gewinnt Moses die Gesetzestafeln. Die Hebräer leisten den Eidschwur und weihen dem Gott als Unterpfand kommender Befreiung ihre Erstgeburt. Anaide, Marias Tochter, fühlt sich aus dem allgemeinen Jubel ausgeschlossen und in tiefster Ratlosigkeit. Während der Zeit ihrer Gefangenschaft in Memphis ist sie in Liebe zu Aménofi, dem Sohn des Pharaos, entbrannt. Dieser tritt auf, und Anaide, die eben noch den Gesetzen von Israels Gott Gehorsam geschworen hat, kann sich nun nicht enrscheiden zwischen ihrer Liebe und ihrer Pflicht. Die Hebräer sind versammelt, um ihren bevorstehenden Auszug zu feiern. Anaide vermag die allgemeine Freude nicht zu teilen und bleibt deshalb abseits; ihre Mutter findet sich alsbald bei ihr ein, um sie zu trösten. Den Feierlichkeiten wird ein jähes Ende gesetzt: Auf den Rat Aménofis hat der Pharao seinen Befehl zur Freilassung der Hebräer widerrufen. Um Gottes Macht zu erweisen, beschwört Moses ein Erdbeben und taucht den Himmel in Finsternis.
2. Akt: Eine Terrasse im Inneren des Pharaonenpalastes. Die Stadt ist in tiefe Dunkelheit getaucht. Die Agypter flehen Pharao an, dem Willen des Gottes, der sie bedrückt, nachzugeben. Pharao ist bereit, Moses kommen zu lassen. Wenn das Dunkel sich lichtet, möge der Prophet mit seinem Volk abziehen. Moses wendet sich an den Ewigen, und das Licht kehrt zurück. Mit Ausnahme Aménofis unterwerfen sich alle Ägypter dem Gott von Juda. Als Pharao mit seinem Sohn allein ist, offenbart er diesem seine Absicht, ihm Elegina, die Tochter des Königs der Assyrer, zur Frau zu geben. Die Hochzeit solle dem Volk am Fest der Isis verkündet werden. Aménofis findet nicht die Kraft, zu seinem Vater zu sprechen, bekennt aber Sinaide seinen Schmerz und seinen Wunsch nach Vergeltung.
3. Akt: Das Bühnenbild zeigt die Vorhalle des Isistempels. Das Fest der Isis, der Königin der ägyptischen Gottheiten, soll in Gegenwart des Pharaos und der Großen des Hofes sowie des ganzen Volkes feierlich begangen werden. Moses stürzt unter die Versammelten, unterbricht die Zeremonie nach den heiligen Tänzen und fordert von Pharao, sich öffentlich zu seinem Wort zu bekennen. Von Osiride gezwungen, sich vor der Statue der Isis niederzuwerfen, läßt der Prophet seinem Zornesausbruch freien Lauf. An der Stelle der umgeworfenen Isisstatue erscheint die Bundeslade, strahlend inmitten einer Wolke von Gold und Azur. Der Pharao befiehlt, die Hebräer sollen in die Wüste geführt und in Ketten gelegt werden. Auf diese Weise wird beiden religiösen Würdenträgern Genüge getan.
4. Akt: Die Bühnestellt Dünen dar, zwischen denen ein kleines Stück erlandschaft des Roten Meeres sichtbar wird. Amènofis hat Anaide entführt. Um sie nicht wieder zu verlieren, schwört er, entweder auf den Thron zu verzichten oder ihn an ihrer Seite einzunehmen. In diesem Augenblick ziehen die von Moses in das Gelobte Land geführten Hebräer vorbei. Anaide wirft sich ihrer Mutter in die Arme und beschließt, nach vielem Hin und Her, bei Jakobs Söhnen zu bleiben. Da enthüllt Aménofis wutentbrannt des Pharaos teuflischen Anschlag: daß die ägyptischen Soldaten den Hebräern auf der Spur seien und diese unverzüglich niedermaehen würden.
Die Szene wechselt und zeigt die Ufer des Roten Meeres. Mit Blick zum Meer hin ruft Moses Jahwe an. Bei den Worten des Gcbetes fallen die Ketten von den Händen der Hebräer. Doch des Pharaos Soldaten rücken heran. Moses und die Seinen nehmen den Weg durchs Meer. Unter ihren Schritten verfestigen sich die Wogen. Als der Pharao, Aménofis und die Ägypter sich anschicken, ein Gleiches zu tun, bricht ein gewaltiges Unwetter los. Die Horde der Soldaten wird von der Meerestiefe verschlungen.
Letzte Änderung am 14. September 2012

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