Albert Roussel (1869-1937)

Le festin de l'araignée

(Das Festmahl der Spinne)

Allgemeine Angaben zum Ballett:

Titel: Le festin de l'araignée
Titel deutsch: Das Festmahl der Spinne
Entstehungszeit: 1912
Uraufführung: 3. April 1913, Théàtre des Arts de Paris
Opus: op. 17

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[Details]
Symphonie Nr.3 (Ondine, DDD/LA, 2007)
Albert Roussel (1869-1937)

FonoForum 06 / 08: »Das wundervoll sonore Spiel der Streicher und Bläser, das im Forte nichts von seiner Wärme verliert und auch bei ruckartigen Rhythmen stets rund bleibt, darf sicherlich als ein generelles Aushängeschild französischer Orchester gelten. Abgesehen vom technischen Vermögen kommt bei den Mannen aus Paris noch ein formidables Ensemblespiel hinzu, so dass der Klangkörper auch bei dem Live-Mitschnitt der Sinfonie wie aus einem Guss agiert und neue musikalische Welten eröffnet.«

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Zum Ballett:

Art: Ballett-Pantomime in einem Akt
Libretto: Gilbert de Voisins

Handlung:

Die Szene spielt in einem Garten. Im Hintergrund sitzt eine mächtige Spinne in ihrem Netz und hält Ausschau nach potenzieller Beute. Es nähert sich eine Ameise, die ein Rosenblatt transportiert, und zwei Mistkäfer tanzen beschwippst quer durch den Garten. Ein Schmetterling verfängt sich und verendet. Eine Frucht fällt vom Baum. Zwei Würmer krabbeln darauf zu und suchen einen Weg hineinzugelangen. Zwei Gottesanbeterinnen bekämpfen sich, geraten aus Unvorsichtigkeit ins Netz und eine beschuldigt die andere der Nachlässigkeit. Ein kurzlebiges Insekt wird geboren und stirbt sogleich wieder. Die Spinne macht sich auf die Beine, um ihr grausiges Festmahl zu verzehren. Die beiden Mistkäfer haben jedoch eine der beiden Gottesanbeterinen befreit, welche der Spinne den Kopf abbeißt. Damit ist das blutige Bankett beendet. Gemeinsam beerdigt man die Eintagsfliege und den Schmetterling. Nacht senkt sich über das Insektendrama und den Garten.

Beschreibung:

Aus diesem poetischen Werk - als Ballett konzipiert - schuf Roussel ein Sinfonisches Fragment für den Konzertsaal, welches das Prelude, die Ankunft der Ameise, den Tanz des Schmetterlings, den Tod der Eintagsfliege und den Trauermarsch sowie den Schluss beinhaltet. Für das ausgefallene Libretto bezog Gilbert de Voisins seine naturwissenschaftlichen Anregungen aus Veröffentlichungen des Naturforschers Henri Fabre.
Letzte Änderung am 26. März 2006
Beitrag von Engelbert Hellen

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