Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Oratorio de Noël

(Weihnachtsoratorium)

Allgemeine Angaben zum Oratorium:

Titel: Oratorio de Noël
Titel deutsch: Weihnachtsoratorium
Titel englisch: Christmas Oratorio
Widmung: Madame la Vicomtesse de Grandval
Entstehungszeit: 1858
Uraufführung: 24./25. Dezember 1858 in der Église de la Madeleine
Besetzung: Soli (SMzATB), Chor, Streichorchester (2/2/1/1/1), Harfe und Orgel
Spieldauer: ca. 35 Minuten
Verlag: Stuttgart: Carus-Verlag, 1982
Opus: op. 12

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[Details]
Oratorio de Noel op.12 (Capriccio, DDD, 1987)
Camille Saint-Saens (1835-1921)

Gramophone 3 / 88: »Dank Capriccio wird hier ein Werk präsentiert, das unverständlicherweise nur wenigen bekannt ist: das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens. Das Werk beginnt mit einem, wie der Komponist es selbst bezeichnet, ›Prelude dans le style de Seb. Bach‹ – mit einem Seitenhieb auf die damalige Ignorierung der Bach'schen Genialität. Saint-Saens läßt im folgenden keinen Evangelisten oder Erzähler auftreten, dem ganzen Werk liegt ein sehr lyrischer, typisch französischer Charakter zugrunde. Martin Flämig und sein Team liefern eine Interpration auf höchstem Niveau.«

Teile:

1. Teil: Prélude (Dans le style de Séb. Bach). Allegretto
2. Teil: Récit (Sopran, Alt, Tenor, Bariton) et Choeur
3. Teil: Air (Mezzosopran)
4. Teil: Air (Tenor) et Choeur
5. Teil: Duo (Sopran, Bariton)
6. Teil: Choeur
7. Teil: Trio (Sopran, Tenor, Bariton)
8. Teil: Quatuor (Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton)
9. Teil: Choeur

Beschreibung:

Schon in jungen Jahren hatte Camille Saint-Saëns an der Église de la Madeleine das Amt des Organisten inne. Er ließ es sich nicht nehmen, mit einer eigenen Komposition noch im gleichen Jahr seine Amtszeit einzuweihen. Das Oratorio de Noël wurde in der Weihnachtsnacht 1858 uraufgeführt und man sagt, dass er es in elf Tagen komponiert habe. Gewidmet hat er es seiner Schülerin Madame la Vicomtesse de Grandval.

Sakrale Texte, den Verheißungen des Alten Testamentes entnommen, die sich aber auf das Weihnachtsgeschehen beziehen, werden sorglos aneinander gereiht, ohne sich um kirchliche Liturgie oder einen Handlungsfaden zu kümmern. Die Tochter Sions soll sich erheben und zum Gotteslob aufrufen. Der Chor fragt, warum die Heiden toben, und es ergeht die Aufforderung, Opfer zu bringen.

Die vokalen Partien sind voller Frische und haben melodischen und rhythmischen Schwung. Der Chor hat wesentlichen Anteil am Gesamtkonzept, und die fundamentalen Stimmfächer wurden reichlich bedacht. Neben Hector Berlioz, Charles Gounod und César Franck gebührt ein wichtiger Platz in der nicht sehr reichhaltigen Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts in Frankreich dem Komponisten an der Eglise de la Madeleine..

Das Weihnachtsoratorium erfreut sich in Frankreich großer Beliebtheit.
Letzte Änderung am 15. Januar 2012
Beitrag von Markus Hillenbrand, Heinz Wunsch und Engelbert Hellen

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