Franz Schubert (1797-1828)

Hektors Abschied

Allgemeine Angaben zum Werk:

Titel: Hektors Abschied
Entstehungszeit: 1815
Opus: op. 58 Nr. 1: Hektors Abschied
D 312

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[Details]
Sämtliche Lieder 14 (Hyperion, DDD, 1991)
Franz Schubert (1797-1828)

U. Schreiber in stereoplay 10 / 92: "Wenn der Intelligenz-Sänger Hampson und der gelehr- te - auch für das Beiheft verantwortliche - Pianist Graham Johnson sich zusammentun, kommt etwas Besonderes heraus."

Text:

Textdichter: Friedrich Schiller (1759-1805)
Sprache: deutsch
Liedtext: Andromache:
Will sich Hektor ewig von mir wenden,
Wo Achill mit den unnahbaren Händen
Dem Patroklus schrecklich Opfer bringt?
Wer wird künftig deinen Kleinen lehren
Speere werfen und die Götter ehren,
Wenn der finstre Orkus dich verschlingt?

Hektor:
Teures Weib, gebiete deinen Tränen!
Nach der Feldschlacht ist mein feurig Sehnen,
Diese Arme schützen Pergamus.
Kämpfend für den heil'gen Herd der Götter
Fall ich, und des Vaterlandes Retter
Steig' ich nieder zu dem styg'schen Fluss.

Andromache:
Nimmer lausch' ich deiner Waffen Schalle
Müßig liegt das Eisen in der Halle,
Priams großer Heldenstamm verdirbt.
Du wirst hingeh'n, wo kein Tag mehr scheinet,
Der Cocytus durch die Wüsten weinet,
Deine Lieb' im Lethe stirbt.

Hektor:
All mein Sehnen will ich, all mein Denken,
In des Lethe stillen Strom versenken,
Aber meine Liebe nicht.
Horch! der Wilde tobt schon an den Mauern
Gürte mir das Schwert um, lass das Trauern!
Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht.
Letzte Änderung am 23. April 2005

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