CD-Kauftipps im Monat 01/2026
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DiverseNorddeutsche Orgelmusik des Barock
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| "Was 2003 mit Friedhelm Flammes Aufnahme von Orgelwerken der – zur norddeutschen Orgelschule zählenden – Komponisten Nicolaus Bruhns und Georg Dietrich Leyding begann, damals noch ohne die Absicht auf eine Fortsetzung, hat sich im Laufe genau einer Dekade zu einem der ambitioniertesten Orgelprojekte entwickelt, die CPO je in Angriff genommen hat. 2013 erschien mit den Orgelwerken von Matthias Weckmann das letzte (Doppel-)Album der Reihe. Viele der CDs waren schon bald nach Erscheinen vergriffen – und man kann es dem Label nicht hoch genug anrechnen, dass es sich letztes Jahr dazu entschlossen hat, Flammes Norddeutsche Orgelbarock-Reise als Gesamt-Edition (wieder) verfügbar zu machen. Es handelt sich hier auch insofern tatsächlich um eine Gesamt-Edition, weil sie, bis auf wenige Ausnahmen, den Anspruch auf Vollständigkeit erheben darf. Der Organist erklärte mir dazu: „Von Heinrich Scheidemann habe ich nur eine Auswahl aufgenommen, weil es von ihm einfach sehr viele Werke gibt, was den Rahmen gesprengt hätte. Samuel Scheidt haben wir komplett außen vor gelassen, weil er eher dem mitteldeutschen Barock zuzurechnen ist und wir für alle seine Orgelwerke 10 CDs hätten einrechnen müssen. Und von Hieronymus Praetorius haben wir fast alles, jedoch nicht das Gesamtwerk, aufgenommen.“ Abgesehen von diesen kleinen „Lücken“ dürfen Sammler und Liebhaber des Norddeutschen Orgelbarocks sich hier über ein Kompendium freuen, das auch „verschollene“ Komponisten wie Gottlieb Nittauff, Johann Bahr und Marcus Olter mit umfasst. Ein großer Name fehlt in dieser Box, und zwar mit „Ansage“: Dietrich Buxtehude. Dem berühmtesten Vertreter der Norddeutschen Orgelschule wollten Flamme und CPO eine eigene Box widmen. Sie erschien letztes Jahr auf 6 SACDs (CPO 555 747-2) und darf als Krönung des Gesamt-Projekts gelten. Wie kam es überhaupt dazu, dass sich das Norddeutsche Orgel-Barock als „Marke“ etablieren konnte? „Weil man im Norden die großen Orgel hatte“, so Flamme. „Also ergab sich auch die Möglichkeit, hier die großen Formen zu komponieren.“Ein weiteres großes Plus der Edition ist die beeindruckende Vielfalt von vor allem norddeutschen Barock-Orgeln, auf der Friedhelm Flamme uns die Werke präsentiert. Es würde zu weit führen, die 15 Instrumente aufzuführen, aber jedes einzelne von ihnen wurde von Flamme für den jeweiligen Komponisten und die Werke mit Bedacht ausgewählt, sodass wir es hier auch mit einem Kompendium von Orgeln und Orgelbaumeistern tun haben. Eine weitere wichtige Sache muss im Zusammenhang mit der Box unbedingt auch noch erwähnt werden: das 231 Seiten starke Booklet (auf Deutsch und Englisch). Normalerweise verzichtet CPO bei Wiederveröffentlichungs-Editionen wie diesen auf die Booklets der jeweiligen Alben. Nicht so hier. Alle Informationen zu den Komponisten, Werken und Orgeln wurden mit abgedruckt (inkl. Fotos aller Instrumente), sodass man das Booklet (auch) als Nachschlagewerk für und Guide durch das Norddeutsche Orgel-Barock verwenden kann. Unnötig zu sagen, dass Flamme der ideale Anwalt dieser Musik ist und die „historischen“ Aufnahmen auch heute noch Maßstäbe setzen." (Musik & Theater, Burkhard Schäfer) klassik.com 12/2016: »Friedhelm Flamme ist ein Repertoirekenner von Rang, dazu ein inspirierter Organist, der sein instrumentales Vermögen und seine stilistische Erfahrung überzeugend ausspielt. Es ist eine große Kunst, diese Musik unmittelbar zugänglich vorzustellen, sie dringlich sein zu lassen, aussagekräftig. Flamme gelingt das.« klassik.com 01/12: »Friedhelm Flamme setzt seine enorm verdienstvolle Reihe mit einem erneut niveauvollen und für das Musikgeschichtsverständnis der norddeutschen Orgelmusik im Barock instruktiven Beitrag fort. Und Flamme hat sich auf diesem interpretatorischen Weg zweifellos einen einzigartig zu nennenden stilkundlichen Schatz erworben – die Intensität der Beschäftigung ist jedenfalls bemerkenswert.« Musik & Kirche 04/12: »Flamme spielt engagiert und brillant, und er führt die schönen Klangfarben der Creutzburg-Orgel in einem vielseitigen Panorama vor.«klassik.com 02/13: »Friedhelm Flamme weiß mit dieser Musik wirklich etwas anzufangen, versteht sie als Kunst eigenen Ranges und nicht als Vorstufe zu musikhistorisch vermeintlich Größerem. Er hat ein bemerkenswertes Programm zusammengestellt.« klassik.com 05/07: »Es handelt sich bei sämtlichen eingespielten Werken um qualitativ hochwertige Orgelstücke, und mit Reinkens groß dimensionierter Fantasie über ›An Wasserflüssen Babylon‹ enhält diese CD ein Schlüsselwerk norddeutscher Orgelmusik und einen direkten Anknüpfungspunkt für Bach (man erinnere sich der zitiierten Anekdote!). Orgelspiel in höchster Vollendung und mit technischer Brillanz wird hier geboten, verfeinert durch eine exzellente Klangtechnik und garniert mit vielen interessanten Begleitinformationen. Eine CD für Orgel-Freaks!« klassik.com 12/2014: »Rundum überzeugend gespielt von Friedhelm Flamme auf einer faszinierenden Orgel. Es sind gerade die drei großen Choralfantasien, die zeigen, wie souverän Praetorius Form und Inhalt zu beherrschen wusste: In ausuferndem Variantenreichtum gebietet der Komponist über einen komplexen Satz, reich an Finessen, aus dem üppigen Fundus des 16. Jahrhunderts schöpfend, immer wieder neue Elemente integrierend. Auf diesem für die Reihe typischen programmatischen Terrain bewegt sich der Organist Friedhelm Flamme mit traumwandlerischer Sicherheit: Manualiter und pedaliter zeigt er sich makellos, entfaltet er die Musik in technischer Hinsicht ideal und mühelos, auch in raschen Läufen wirkt er unangestrengt. Das so gelungen zu bewerkstelligen, verlangt tiefe Einsicht und große Meisterschaft. Kongenial ist auch das Klangbild zu nennen. Aus der ohnehin niveauvollen Reihe mit Orgelmusik des norddeutschen Barock scheint diese besonders gelungene Folge noch etwas herauszuragen: Programmatisch absolut relevant und auf einem hochinterssanten Instrument hervorragend gespielt." ich-habe-gehoert. blogspot.de 05/2015: »Wer sich für norddeutsche Orgelmusik interessiert, der kommt an dieser Einspielung jedenfalls nicht vorbei.«klassik.com 02/09: »Flamme ist ein absolut sicherer und kundiger Stilist und sorgt mit seiner Reihe bei ›cpo‹ dafür, dass mit dem oft verwendeten Begriff des norddeutschen Orgelbarock mehr als ein paar wenige Namen verbunden werden können: Vor Buxtehude und Bach gab es ein reiches Orgelleben, dass lebendig, kraftvoll und in erstaunlicher Qualität an den großen Kirchen der norddeutschen Städte gepflegt wurde.« klassik.com 02/2017: »Der Klang der Orgel ist reich an Farben, an plastischen Einzelstimmen voller Charakter, die sich zu einem reich substantiierten Plenum fügen, das angesichts der überschaubaren Dimensionen des Instruments erstaunliche Wirkungen entfaltet. Flamme zeigt sich auch auf dieser finalen Platte stupend in der Klarheit seines Spiels, ist ungemein beweglich, dem Instrument wie der Musik geradezu gestische Qualitäten entlockend. Zugleich erweist er sich wiederum als Registrator von hohen Graden und damit als kongenialer Partner des historischen Instruments: Auf dieser Ebene deutet Flamme ganz entschieden mit. Es ist dies ein wunderbares Finale der 15teiligen Reihe - im Booklet übrigens wie stets mit den detaillierten Registrierungen, die einzelne Register sicher erfahrbar werden lassen und das Hören zu einer besonderen Freude machen. Friedhelm Flamme hat sich einen beeindruckenden stilkundlichen Schatz erspielt. Glückwunsch an den Interpreten und das Label cpo: eine reife Leistung.«klassik-heute.com 11/08: »Ein beredtes Plädoyer für zwei wenig bekannt, aber dennoch gewichtige Meister ihrer Kunst.« The Organ: »Ganz sicher ist hier der echte Klang des 16. /17. Jh. exzellent eingefangen in perfekter Umgebung.« rbb 08/12: »Diese CD ist ein wahrhaftes Desiderat. Denn endlich wird einmal dem Hamburger Jacobi-Organisten, einem bedeutenden deutschen Komponisten des Frühbarock, eine monografische Edition gewidmet. Vor Ohren steht uns ein hochrangiges Denkmal des norddeutschen Orgelbaus im frühen 17. Jahrhundert, das für die Musik Hieronymus Praetorius geradezu prädestiniert ist. ›Last but noch least‹ ist es der Organist Friedhelm Flamme, der für die vorzügliche Qualität der Produktion verantwortlich zeichnet. Darüber hinaus ist es dem Tonmeister vorzüglich gelungen, Instrument und raum in einen optimalen klanglichen Zusammenhang zu bringen (was eine hohe Kunst ist!).« klassik-heute.com 09/12: »Friedhelm Flamme zeigt sich hier als stilsicherer Interpret frühbarocker Orgelmusik. Diese Doppel-CD präsentiert in hervorragender Klangqualität bedeutsame Zeugnisse der Kirchenmusik aus der Wende vom Jahrhundert der Reformation zum 17. Jahrhundert, das während seiner ersten 50 Jahre in Deutschland nicht nur durch die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges geprägt ist, sondern auch eine überaus reiche Musik hervorgebracht hat.« klassik.com 09/12: »Hieronymus Praetorius wird von Friedhelm Flamme als einer der wichtigen Impulsgeber bei der Entfaltung des norddeutschen Orgelbarock überzeugend präsentiert. Auf der einen Seite bietet die Platte einen gelungenen Eindruck der stilistischen Bandbreite bei Hieronymus Praetorius, andererseits ist sie einmal mehr das schöne Porträt eines überaus interessanten Instruments. Damit wird die verdienstvolle Reihe mit weniger bekannten Meistern des norddeutschen Orgelbarock bei cpo auf sehr ansprechendem Niveau fortgesetzt.« klassik-com 04/2014: »Natürlich beweist Friedhelm Flamme auch in der aktuellen Folge der bei cpo erscheinenden Reihe seine eminenten technischen Fähigkeiten, seine hochdifferenzierte Artikulationskunst, seine manuelle Präsenz. Flamme hat sich eine einzigartige Expertise erspielt und auf seinem Weg durch unwegsames Repertoire erarbeitet. Er bereichert die Kenntnis zum norddeutschen Orgelbarock mit außerordentlicher Beharrlichkeit. Dazu gibt es wie stets feine Porträts hochinteressanter Orgeln zu hören.« klassik-heute.com 10/09: "Johann Praetorius zeigt sich in den Kompositionen dieser CD als Meister des Kontrapunkts, der seine Einfälle abwechslungsreich und schnörkellos verarbeitet. Praetorius und sein Interpret Friedhelm Flamme erfüllen die Forderungen des Thomaskantors zur Gänze und können so die Gemüter aller Freunde der Orgelmusik des 17. Jahrhunderts wirklich erfreuen." Early Music Magazine 10/06: »Exzellentes Spiel, mit mit feinem Sinn für die Architektur dieser manchmal komplexen Werke.« klassik.com 05/07: »Das klangprächtige Instrument mit drei Manualen und Pedal ist ideal geeignet für das norddeutsche Repertoire und verfügt über eine beeindruckende klangliche Palette. Mit dieser arbeitet Friedhelm Flamme viruos: Mit großer Virtuosität und reicher Differenzierung in der Registerwahl ist der Organist den oft hohen spieltechnischen Anforderungen durchaus gewachsen.«Early Music Review 2/2006: »Das Spiel ist sensitiv und musikalisch, die Registrierungen sind effektvoll.« Gramophone 4/2006: »Superbe Aufnahme des wundervoll authentischen Klangs der Orgel in Melle.« klassik.com 05/07: »Die Registerwahl ist durchdacht und ideal auf das jeweilige Stück abgestimmt. Flammes Fingerfertigkeit ist ebenso beeindruckend wie seine ›Fußfertigkeit'. Bruhns‹ von barockem Pathos erfüllte, groß angelegte Präludien erfahren eine angemessen majestätische und farbenreiche Wiedergabe, die toccatenartig rezitativischen Passagen werden ›redend‹ artikuliert, die Fugen und Fugati transparent dargeboten.« klassik.com 07/2014: »Von seinem kompositorischen Werk ist relativ wenig überliefert. Alles aber, was heute von Weckmann bekannt ist, besticht durch eine bemerkenswerte Qualität. Etliche Sätze wirken auffallend individuell – in ihren expressiven Qualitäten, in ihrer reizvollen harmonischen Kühnheit, in den plastischen formalen Gestalten. Immer wieder zeigt sich zudem, dass Weckmann klangliche Pracht mit Eleganz zu entfalten verstand. Friedhelm Flamme nutzt das Weckmann-Programm für ein wundervolles Porträt dieser wirklich interessanten Orgel.« klassik-heute.com 08/2014: »In seiner klingenden Anthologie norddeutscher Orgelmusik macht Friedhelm Flamme mit dieser Einspielung das Dutzend voll – und er feiert diesen bemerkenswerten Anlass mit einem erstrangigen Meister, der in der Diskografie bisher nicht nach Verdienst gewürdigt worden ist. Der prachtvolle Klang der insgesamt ein wenig weicher, als das Hamburger Schnitger-Instrument intonierten Johann-Patroclus-Möller-Orgel trägt das seine dazu bei, dass diese CD alle Eigenschaften vereint, die sie zu einem Liebling der Freunde der Orgelmusik machen sollten.« |

